Unser Stippvisite im Isaan
Hier einige Informationen zum Isaan
Isaan bildet den nordöstlichen Teil Thailands. Es liegt auf der Khorat-Hochebene und wird im Norden und Osten vom Mekong begrenzt, im Süden von Kambodscha. Im Westen trennt das Phetchabun-Gebirge Isaan von Nord- und Zentralthailand.
Landwirtschaft ist der vorherrschende Wirtschaftssektor, aber wegen der ungünstigen Umstände bleibt der Ertrag hinter dem anderer Landesteile zurück. Isaan ist Thailands ärmste Region.
In der Region wird hauptsächlich die Isaan-Sprache gesprochen, die der Laotischen Sprache ähnelt. Das Thai ist ebenfalls weit verbreitet, und im Süden spricht man Khmer. Die meisten Einwohner sind Lao, dennoch war die Integration Isaans in den thailändischen Staat weitgehend erfolgreich.
Bekannte Aspekte der regionalen Kultur umfassen “Mor Lam”-Musik, Muay-Thai-Boxen und Klebreisgerichte mit Chili, die mit den Fingern gegessen werden.
Was uns bewegte, in den Isaan zu reisen:
Wir haben schon sehr oft von unterschiedlichsten Leuten über die Not im Isaan gehört und auch einiges darüber gelesen. Es hat uns immer sehr interessiert, und wir wollten uns gerne persönlich vor Ort über die Situation informieren. Leider fehlte uns immer die nötige Zeit dazu, da die Anreise mit dem Auto ca. 10 bis 12 Stunden dauert. Aber dann trafen wir im März Herrn Prayong. Er ist Vorsitzender einer Stiftung, der wir gerne beitreten würden. Herr Prayong ist im Isaan geboren und er brennt immer noch für die Menschen dort. Er hat uns mehr oder weniger überredet, mit ihm gemeinsam Ende Juni in den Isaan zu reisen.
Gemeinsam mit Herrn Prayong, seiner Frau und seinem Sohn besuchten wir einige Familien, Gemeinden und eine Schule zwischen Khon Kaen und Roi Et.
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Wir erfuhren aus erster Hand, wo die Not ist und welche Möglichkeiten es gibt, diese Not zu mindern. Viele Familien sind sehr arm und können nur mit größter Mühe und vielen Einschränkungen ihr Dasein fristen. Verstirbt dann noch der Mann einer Familie, wird es für viele Witwen mit Kindern sehr schwierig, den Lebensunterhalt zu bestreiten.
Wir hatten die Möglichkeit, solche Witwen mit Kindern zu besuchen und es war sehr erschreckend zu sehen, wie die Kinder leben müssen. Oft ist es für sie nicht möglich, eine Schule zu besuchen, da sie keine Möglichkeit haben, das Schulgeld, die Schuluniform sowie die Fahrt zur Schule zu bezahlen.
Somit gibt es für viele keinen Ausweg aus der Armut, da es ihnen an der nötigen Bildung fehlt.
Wir haben lange überlegt, wie wir dort kurzfristig helfen können und uns entschlossen, im ersten Schritt diese Kinder innerhalb ihrer Familien zu unterstützen. Durch regelmäßige Besuche werden wir die Betreuung dieser Kinder sicherstellen.
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Im zweiten Schritt beten wir dafür, dass weitere Missionare kommen, um im Isaan Kinderheime aufzubauen, damit die Kinder gut betreut werden. Zu Hause kann diese Betreuung nicht im ausreichenden Maße erfolgen, da die Mütter auf den Feldern arbeiten müssen.
Vielfach haben wir Hütten/Häuser gesehen, bei denen die Fenster und Türen von außen mit Brettern vernagelt waren. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass die Bewohner als “Wanderarbeiter” unterwegs sind. Die Kinder, die bereits die Schule besuchen, haben dadurch immer wieder Ausfallzeiten, da sie mit auf Wanderschaft genommen werden.
Ein weiterer wichtiger Schritt für eine wirksame Hilfe wäre Geld für Brunnen und Pumpen, da es dort oft nicht genug regnet, um Reis anzubauen oder um gute Ernten zu erzielen. Der Reisanbau ist aber die Lebensgrundlage vieler Menschen im Isaan. Ist die Ernte schlecht, geht es den Menschen schlecht. Da es in der Region aber ausreichend Grundwasser gibt, könnten durch Brunnenbohrungen + Pumpen die Felder bewässert werden und der Anbau mit gutem Ertrag wäre gesichert. Hier könnte mit 25.000 THB = 625 € pro Bohrung und Pumpe konkret ein Projekt “Hilfe zur Selbsthilfe” verwirklicht werden. Insgesamt würden im ersten Schritt drei Bohrungen/Brunnen mit Pumpen ausreichen, um vielen Familien zu helfen.
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Wir sind sehr dankbar, dass sich heute (4. August 2010) bereits die ersten Pateneltern gemeldet haben, die ein Kind im Issan unterstützen wollen.


























